Verband Österreichischer Forellenzüchter

Forellenzucht

Die Forellenproduktion ist in Österreich überwiegend in Form von Familienbetrieben klein strukturiert - die Produktion einiger weniger größerer Betriebe liegt bei 400 bis 800 Tonnen pro Jahr. Der Großteil der übrigen Betriebe produziert unter 50 Tonnen pro Jahr und vermarktet die erzeugten Forellen überwiegend selbst direkt an den Endverbraucher oder über Einzelhändler. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl kleiner Direktvermarkter, die die Forellenzucht entweder als zusätzliches Standbein neben der traditionellen Landwirtschaft oder zusammen mit einem Gastronomie-betrieb betreiben.

Die Fischzucht ist ein Teil der Landwirtschaft!

Die typische Forellenzucht in Österreich besteht aus Naturteichen und einer guten Wasserversorgung mit sommerkühlem Quellwasser. Für die Forellenzucht ist die Menge und die Qualität des zufließenden Wassers von ausschlaggebender Bedeutung. Forellen und Saiblinge lassen sich nur in reinem, kühlem und sauerstoffreichen Wasser von bester Qualität erfolgreich aufziehen. Dabei können mit einem Zufluss von einem Liter pro Sekunde zwischen 70 und 100 kg Forellen gehalten werden. Das Wasser fließt durch die Teiche und versorgt die Fische mit Sauerstoff. Für eine artgerechte Haltung muss der Zufluss so hoch sein, dass das Wasser in den Teichen zumindest 4 - 5 mal pro Tag ausgetauscht wird. Forellenzucht wird also im Durchfluss betrieben.

Forellen und Saiblinge sind Räuber

In der Natur fressen sie zunächst vorwiegend Insekten und Insektenlarven, später auch Fische, wie zum Beispiel Koppen und Elritzen, aber auch kleinere Individuen der eigenen Art. Forellen sind also durchaus kannibalisch. In der Fischzucht müssen sie daher regelmäßig mit einem proteinreichen Futter gefüttert werden.

Forellenfutter

Das Futter muss hohen Qualitätsstandards genügen - neben dem Bedarf an Eiweiß mit dem entsprechenden Aminosäurenmuster müssen auch die spezifischen Ansprüche der Forellen in Bezug auf ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe gedeckt werden. Gleichzeitig unterliegen die verwendeten Futtermittel strengen Kontrollen in Bezug auf Inhaltsstoffe und Zusammensetzung. Pelletiertes Trockenfutter gibt es seit den 1960er Jahren. In den 1980er Jahren revolutionierte die Extrusionstechnik die Qualität der Futtermittel - durch den Aufschluss der Stärke ist eine wesentlich bessere Verdaulichkeit gegeben, höhere Energiegehalte und damit bessere Umsatzraten wurden möglich, bei gleichzeitig wesentlich verringerten Ausscheidungen.
Das Forellenfutter besteht aus überwiegend aus Protein, Fett, Kohlenhydraten und Rohfaser. Das Rohmaterial für die Herstellung des Futters setzt sich zu 30 % aus Fischmehl, zu 15 % Fischöl und zu 55 % aus pflanzlichen Stoffen zusammen. Der pflanzliche Anteil wird durch die ständige Forschung auf diesem Gebiet fortwährend gesteigert.

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